• …beginnt 1253 als die Grafen von Tirol das „Land im Gebirge“ unter ihre Kontrolle bringen. Sie geben ihm den heutigen Namen „Tirol“. Nachdem die Tiroler Grafen in männlicher Linie aussterben, kommt Tirol zu Österreich.
  • 1809 : Napoleon ist auf Feldzug durch Europa und so greifen auch die Tiroler zu den Waffen. Am Berg Isel bei Innsbruck erringen die Tiroler drei Siege gegen den übermächtigen Feind. Der vierte Aufstand schlägt fehl und Anführer Andreas Hofer wird erschossen.
  • 1919 : Deutschland und Österreich haben den 1.Weltkrieg verloren. Im Friedensvertrag von St. Germain wird Südtirol Italien zugesprochen. Dies hatte Italien mit Frankreich und England vor Kriegseintritt so ausgemacht. Italien versprach den Südtirolern ihre Sprache, Bräuche und Kultur zu lassen.
  • 1922-1939 : Die Ära des Faschismus beginnt. Ziel der Faschisten in Südtirol ist es, das Land zu italianisieren. Die deutsche Schule wird abgeschafft und die deutsche Sprache in öffentlichen Ämtern verboten. Deutsche Namen werden verboten und teilweise willkürlich übersetzt (sogar nachträglich auf Grabsteinen). Vereine und Genossenschaft werden aufgelöst.
  • 1939 : Deutschland und Italien vereinbaren für Südtirol das Optionsabkommen. Die Südtiroler mussten entscheiden hierzubleiben und sich zu italianisieren oder ins deutsche Reich auszuwandern. Die Auswanderung von 86% der Südtiroler wird jedoch auf Grund der Kriegsereignisse nicht zu Ende gebracht.
  • 1946-1961 : Viele Südtiroler hatten sich nach der Faschistenzeit einen Wiederanschluss an Österreich erhofft, zu dem es jedoch nicht kam. Trotz beschränkter Autonomiezusagen siedelt Italien Zehntausende Italiener hier an, um eine italienische Bevölkerungsmehrheit zu erreichen.
  • 1961-1972 : Südtirols Bevölkerung ist sehr arm und ständige Italianisierungsversuche lassen die Wogen hochgehen. Eine Gruppe Südtiroler macht durch Sprengungen von Strommasten und Denkmälern die UNO auf Südtirol aufmerksam. Als in den 60er Jahren in Italien autonomiefreundlichere Regierungen an die Macht kamen, beschließt Rom von der Italianisierungspolitik abzugehen und ein 2. Autonomiestatut auszuverhandeln und einige Zugeständnisse zu machen.
  • 1972 : tritt das 2. Autonomiestatut in Kraft , nachdem die Südtiroler Volkspartei und auch Österreich dem Vorschlag zustimmen. Jede Volksgruppe hat seither seine eigenen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten usw. In jedem Amt ist die Zweisprachigkeit Pflicht und die Stellen werden nach ihrem Anteil an der Bevölkerung vergeben.
  • 1992 : 20 Jahre nach Inkrafttreten des 2. Autonomiestatuts unterzeichnen Österreich und Italien die Streitbeilegungserklärung, da inzwischen die meisten Punkte der Vereinbarungen umgesetzt wurden.Der Anteil deutscher Bevölkerung hat sich auch nicht weiter verringert und liegt seither konstant bei ca. 70%. Österreich hat noch immer die Schutzmachtfunktion für Südtirol.
  • HEUTE … leben Südtiroler, Italiener und Ladiner in unserem Land friedlich nebeneinander. Aus dem verarmten Südtirol ist eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas geworden.